Sonntag, 31. Juli 2016

JBUK DAY 21: HAGELSLAG AND RAIN

1. deutsch
2. english (scroll down)

An diesem Tag hat es zwar geregnet, aber nicht gehagelt, ausser vielleicht beim Frühstück. Hagelslag sind nämlich von den Holländern heiss geliebte Schokostreusel, die beim Frühstück nicht fehlen dürfen. Man streut Hagelslag einfach aufs Butterbrot - et voilà. Vom vollendeten Hagelslag gehts dann direkt in den Regen. Ich überquere per Fähre mit zwei Holländern den Niederrhein. Die beiden sind gerade aufgebrochen auf ihr Radabenteuer, das sie nach Venedig führen soll. Auch nicht schlecht! Ich selber habe es versäumt auf meinen Karten festzustellen, dass ich gleich zwei Kanäle nacheinander zu überqueren hätte. Die Strafe folgte umgehend, indem ich den zurückgelegten Weg rückwärts erneut zurücklegen durfte (dumm gelaufen). Anschliessend hat aber alles geklappt und zwischenzeitlich hat sogar der Regen etwas ausgesetzt. Ich folge diversen sehr idyllischen Flüssen und Kanälen, welche allesamt aus dem Rhein geboren wurden. Der Unübersichtlichkeit halber haben die Holländer nicht nur jeden Arm, sondern auch die Rheinabschnitte verschieden benannt (Neder Rijn, Waal, Lek, Pannerdens Kanal, Maas, Merwede u.s.w.).
Unterwegs wird immer wieder frisches Gemüse und Obst angeboten. Insbesondere Birnen und Pflaumen gedeihen prächtig und sind jetzt reif. Bei einer netten Dame, die gerade ihre Pflaumen pflückte, konnte ich mich vom sehr "lekker smaak" überzeugen. "Lekker" ist übrigens ein Allerwelts-Wort, ähnlich wie bei uns "gut" oder "super". Ich war so überzeugt, dass ich gleich ein Kilo gekauft (1.5 Euro) und allesamt noch unterwegs verköstigt habe. Immer wieder begegne ich auch Windmühlen, wobei eine schöner ist als die andere. Während Don Quijote in Spanien noch gegen Windmühlen gekämpft hat, die er für bösartige Riesen hielt, mühe ich mich gegen die Daseinsberechtigung der Windmühlen ab, also gegen den Wind, der extrem kräftig über die Felder fegt. Das bremst zwar, aber kann uns sicher nicht stoppen. Ohne Gnade nähern wir uns der Küste, mein treues Gefährt Tomi Longrider und ich. Die Nacht verbringe ich in Gorinchem, wo ich ein Zimmer beziehe, das mich über die Dächer blicken lässt. Direkt vor mir Turm mit Turmuhr, die sich auch akustisch bemerkbar macht. Dabei wechselt das Glockenspiel zu meiner Überraschung immer wieder die Melodie, wobei auch einige bekannte Volkslieder angestimmt werden. Bei "Frère Jacques" bin ich dann wohl eingeschlafen.

DAY 21
It was a rainy day but there was no hail outside, but inside while I had my breakfast. Dutch people call it Hagelslag, when they are having their beloved chocolate sprinkels on a buttered bread. From the final Hagelsslag I move out in the rain. While I'm crossing the river with the local ferry I meet to dutch fellow cyclists who just started their bike adventure, which leads them to Venice, if everything is going well. Very ambitious, but I'm sure they make it. I myself just forgot that their are to channels to cross, when I checked my maps. As a result I have to cycle the way I just cycled the other way around (shit happens).
But everything else went well this day. From time to time even the rain stoped for a while. I'm cycling along nice rivers and channels, who are all born out of the rhine. To make it unclear the dutch named every arm differently and even parts of the river have various names like for example Neder Rijn, Waal, Lek, Nannerdens Kanal, Maas, Merwede and many more). On the way are vegetables and fruits offered . Especially pears and plums are looking great now and are ready to eat. I meet a nice lady, who's just picking plums from her trees and I tried the plums - they were lekker in smaag (delicious).  I just baught 2 pounds for 1.5 Euros and eaten them all up on my way to Gorinchem. From time to time I'll see pretty windmills in a lovely landscape. If Don Quijote in Spain was fighting against them, I'm fighting against the reason of their existence, against the wind! The wind is getting stronger the more I'm aproaching the coast. That slows down, but cannot stop us. We are going on and on, me and my allegiant vehicle Tomi Longrider. I spend the night in Gorinchem, where I moved in a little room with a view over the roofs of the city. I'm facing the tower with the clock, which becomes noticeable also acoustically. But as a surprise the orchestra bells were playing different songs every half an hour. As they were playing the french song "Frére jacques" I fell asleep over it.













Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen