Donnerstag, 21. Juli 2016

JBUK DAYS 10 - 12: Finding Hildegard

1. deutsch
2. english (scroll down)

Tag 10
Mein Ziel ist Bingen. Ein herrlicher Morgen mit stahlblauem Himmel und Sonnenschein pur. Von Oppenheim heraus führt mein Weg erst durch die sattgrüne Rebenlandschaft, ehe ich am Rheinufer entlang nach Mainz und durch Mainz hindurch gelange und dies, man höre und staune, ohne mich zu verfahren. Mainz war im Gegensatz zu Ludwigshafen ein Zuckerschlecken. Die Durchfahrt war grösstenteils wunderschön, da sie der Rheinpromenade entlang führte, die in Mainz wirklich auch zum flanieren einlädt und man dort fast nur fröhlichen Menschen begegnet, ausser ein paar Wenigen, die ihre meist sehr klein geratenen Hunde ausführten und aus Sorge unter Dauerstress standen. Nur eine kleine Strecke führte durch verkehrsreiche Strassen und Industriegebiet, ehe mich mein Weg durch Schrebergärten hindurch schon wieder aus der Stadt heraus und rein in das fruchtbare Land des Weingaus führte. Das Gebiet hier ist so fruchtbar, dass wirklich alles am spriessen ist. Ich hatte manchmal das Gefühl, dass sich sogar auf den Kahlstellen meines Schädels wieder etwas regt (hat sich dann leider als Wunschdenken herausgestellt). Relativ rasch erreiche ich auch Bingen, wo ich einen Campingplatz anvisiert habe. Vor Ort angekommen, bin ich aber ziemlich enttäuscht. Nichts von Zeltromantik, wie ich mir das vorgestellt habe. Der Platz ist von fahrbaren Kleinwohnungen belagert, laut und überall dominieren Motoren auf und neben dem Rhein. Der Campingplatz ist glücklicherweise etwas ausserhalb. Ich fand dann im wesentlich ruhigeren Ort eine preiswerte Pension mit schönem Innenhof, wo ich mich für nun für drei Nächte niederlasse und versuche etwas mehr über eine Persönlichkeit des Mittelalters zu erfahren, die von hier aus wirkte, über Hildegard von Bingen.

Tag 11
Finding Hildegard. Mein Motto des Tages auf meiner Erkundungstour durch Bingen und um Bingen herum. Es ist ein extrem heisser Tag heute und die Sonne brennt. Als Mensch, der eher kühlere Temperaturen mag, habe ich ziemlich gelitten, auch ohne Fahrradfahren. Bingen hat eine sehr schöne Uferpromenade und man hat eine schöne Sicht auf die berühmten Weingärten von Rüdesheim, das gleich gegenüber liegt und etwas weiter Flussabwärts sieht man, wie sich der Rhein durch die Hügellandschaft mit dem herrlichen Bingerwald auf der einen Seite und der märchenhaften Ruine der Burg Ehrenfels auf der anderen Seite. Und überall trifft man auf die heilige Hildegard. Da ich über diese historische Person sehr wenig wusste, habe ich einen Museumsbesuch unternommen.
Nach gut 2 Stunden des Studiums des beschriebenen Lebenslaufes und einiger Bilder sowie Kopien von Reliquien aus jener Zeit, war mir vor allem wieder bewusst geworden, dass ich weiterhin oft Mühe habe mit Museen. Ich komme zum Schluss, dass ich wie Sokrates nur eines weiss, nämlich dass ich nichts weiss - oder wie in diesem Fall - fast nichts. Zusammen mit Wikipedia konnte ich das Stückwerk aus dem Museum dann doch etwas besser entschlüsseln. Hildegard galt als Universalgelehrte, die sich in einer Zeit durchzusetzen vermochte, in der den Frauen noch einiges an Fähigkeiten abgesprochen wurde. Sie war die erste Nonne, die öffentlich predigte und mit politischem Geschick und gezielter Verbreitung Ihrer Schriften und Briefe (Briefe wurden damals am Ort der Ankunft öffentlich verlesen) verstand sie es später, eine grosse Anhängerschaft aufzubauen. Es bleiben vor allem ihre moralischen Lehren, aber auch ihre naturwissenschaftlichen Lehren, wo sie die Tradition der griechisch-latieinischen Lehre mit der Volksmedizin zusammenbrachte. Soviel zu den eher gesicherten Informationen. Nicht zuletzt wurden um die Person der Hildegard während der letzten Jahrhunderte aber auch etliche Sagen und Mythen ersponnen, welche wohl der tatsächlichen Leistung dieser starken Persönlichkeit eher entgegen wirken. Trotzdem genoss ich an diesem Tag noch einen hildegardischen Kräutersalat.
Am gleichen Tag fuhr ich übrigens auch noch mit der Fähre zum anderen Rheinufer nach Rüdesheim. Der Ort ist aber absolut zum Touristenort verkommen. Die bekannte Drosselgasse ist vor allem für Schluckspechte geeignet (da hab ich übrigens auch noch eine eigene treffende Illustration dazu aus meinem Buch PIX MIX Geschichten). Abseits dieser Gasse hatte ich dann doch noch eine schöne Begegnung. Auf dem Rathausplatz hat nämlich eine Jugendmusikkapelle, die einige heimische Kompositionen zum Besten gab und zu meiner Freunde das ganze auch mit ein paar bekannten Filmsoundtracks auflockerte - ich liebe Filmsoundtracks! Die Gruppe kam übrigens aus meiner potentiellen künftigen Heimat und nennt sich "Somerset County Youth Concert Band".

Tag 12...
... nutze ich um das hier zu schreiben, aber insbesondere auch um noch so einige logistischen Fragen zu klären und etwas zu planen. Morgen geht's dann weiter mit dem Rad und meinen Abenteuern.

Day 10
The destination to go is Bingen. It's a fantastic day with a absolutely blue sky and a bright shining sun. Out of Oppenheim I follow my way through deep green wineyards before I cycle along the Rhine to and trough the city of Mainz. You'll be surprised but I did that without getting lost! Wow!.In contrast to Ludwigshafen Mainz was a piece of cake. The cycleways were amazing most of the time, when they were leading along the Rhine promenade. There were happy people everywhere, except of a few, who were taking out their undersized dogs with big concerne. There was just a litte part of the way leading trough busier streets and industrial area, before I found my way leading over allotment gardens out of town and into the very rich landscape of "Weingau". The land looks so productive that everything was growing. From time to time I had a feeling, that there is something going on even on my bald spots of my head. Quiet fast I reach Bingen, where I looked out for a Campside. As I arrived at the only campside nearby, I was very dissapointed. No romance of living in a tent in a quiet neighbourhood. The place was full of motorhomes and the neighbourhood was dominated by loud cars and loud motorboats on the river. Luckily this campside is a little outside of Bingen and I Bingen itself is much nicer. I found a guesthouse in a calm place near the woods and the Rhine, where I took place for the following 3 nights. On the following days I try to find out more of an exciting figure of the middle age called Hildegard of Bingen.

Day 11
Finding Hildegard. My mantra of the day on my exploratory trip through and around Bingen. It's an extremely hot day and the sun is burning. As a person who prefers a little cooler temperatures, I was suffering. Bingen has a beautiful riverside with a nice view on the famous wineyards of Rüdesheim, which is located on the other side of the Rhine. If you look down the river you can see the thick woods of Bingen on the left hill and the ruins of the castle of Ehrenfels on the hill to the right. But everywhere you encounter holy Hildegard of Bingen. Because of the matter of fact, that I just know a very little about Hildegard, I decided to visit the local museum.
Within two hours I dtuidied the described curiculum vitae, a lot of pictures and illustrations and copies of relics ot the time she lived. The conclusion for me was, that I'm still not a big friend with many museums and that I'm for sure not a big fan of this museum. When you knew little before entering the museum and you leave it with a complete confusion, that's not the way you wish to progress.
But in cooperation with Wikipedia I putted the peaces together. Hildegard of Bingen was a universal scholar, who gained in a time, when women were not allowed to think and especially to talk out loud(1100 ac). She was the first nun, who preached in the public. Later on she builded a big following by distributing her writings and letters directed to the right persons and right destinations. In this times letters were read out loud in the places, they were sended to. She was a women with a big charisma and a strong will. The things that remained from her are the moral and the scientific doctrines. She brought the traditional greek and latin doctrines together with the medicine knowledge of the people. That's all I can say about the quiet secure part of informations. But there were built many myths and legends around the person of Hildegard in the centuries after her death, that diminished the true work of this strong personality. Anyway, I went out this day for a aprropriate dinner and ordered a herbal salad a la Hildegard of Bingen.
By the way, on the same day I took the ferry to the other riverside to Rüdesheim. The place is famous for wine and became a big touristattraction. The famous Drosselgasse is especially appropriate to drinking birds. But a little further on, on a small place, I discovered something very pleasant. There was a band playing songs of their home and for my personal pleasure a few songs out of famous soundtracks. You have to know that I'm a big fan of soundtracks from the movies of the last decades. The band was from my possibly new homeland and is called "Somerset Cunty Youth Concert Band".

Day 12 ...
...I use to wright this notices and especially to organize some logistics, finish some paperworks and make some plans. Tomorrow my journey go's on and there will be, I'm sure, some more adventures to be told.









Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen