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Donnerstag, 14. Juli 2016

DAY 4 (13.7.): JBUK (Jacobs Bicycletrip to the UK) - Day 5 and 6 will follow tomorrow

1. german
2. english (scroll down)

Day 4
Tia, wie das so ist in Hostels, man trifft seine Mehrbettzimmergefährten oft erst am nächsten Morgen. So bei mir geschehen. Dafür waren die Begegnungen um so interessanter. Da war zuerst einmal der wahre Jakob, der eigentlich David heisst und von Wangen im Allgäu kommt. Da kommt er tatsächlich her und zwar zu Fuss, weshalb Jakob doch eher angebracht wäre in Anlehnung an den Jakobsweg, den er tatsächlich begeht. Er ist also auf dem Weg nach Santiago de Compostela - zu Fuss! Der junge, sehr symphatische Mann hat meine volle Hochachtung und ich bin überzeugt, dass er den Weg bis dahin auch tatsächlich schaffen wird. Im Gegensatz dazu die anderen beiden nicht minder symphatischen Mitnächtiger. Zwei junge Belgier, knapp 20 Jahre alt, auf dem Weg nach Nendaz. Pilgern tun die beiden aber nicht. Sie stöppeln sich von Ort zu Ort. Zwei Hitchhiker ohne Furcht. Sie haben mir die tragische Geschichte erzählt, wie sie beinahe Basel nicht erreicht hätten, da sie kurz vorher "entladen" wurden und dann einige Zeit gnadenlos ignoriert worden waren. Die Ankunft feierten Sie dann standesgemäss mit einigen Bieren. Sind ja schliesslich Belgier die beiden.
So, und nun zu mir. Ich bin ja dann nach dem Frühstück trotzdem mal aufgebrochen, auch wenn da schon einiges los war. Mein Problem: Wie findet man durchs Dreiländereck aus Basel raus und zwar hätte ich den französischen Abgang bevorzugt. Nicht einfach. Grenzgebiete sind kompliziert, jedenfalls wenn man mit dem Rad unterwegs ist. Ich konnte mich aber gut an den Sprachen orientieren. Schon krass! Kurz nach jeder Grenze wird knochenhart die andere Sprache gesprochen und nicht nur das, man pflegt auch die jeweiligen Gepflogenheiten. Irgendwie hab ich's dann doch geschafft, nach einigen Rückfragen in Deutschland, der Schweiz und Frankreich. Meine Route sollte mich von Basel via Canal du Rhône au Rhin (die Franzosen verstehen es immer, mich zu verwirren) und einigen Geisterstädtchen nach Brisach (F) und schliesslich Breisach (D), beides nur durch den Rhein getrennt, führen.
Der Start am Canal entlang war sehr romantisch und mit lustigen Begegnungen bereichert. So traf ich eine Entenfamilie, Mutter mit zwei Kinder (evtl. auch Vater, so genau hab ich das nicht feststellen können), die gerade übten wie man auf einem schwimmenden Ast balanciert. Ein Bild für die Götter und eine richtig gwacklige Angelegenheit. Nach dem Canal wurde es dann allerdings gespenstisch, denn mein Weg führte mich weiter durch einige ausgestorbene Ortschaften, bei denen nur noch gefehlt hat, dass ausgetrocknete Strohballen umher fliegen und quietschige Türen auf und zu schlagen. Tat es aber nicht, dafür kam's so richtig deftig regnen (Eimervariante - Gieskanne glatt übersprungen). Ich flüchtete mich zum trocknen und ausharren in ein Bistrot. Und siehe da, auch hier das Cliché in Rheinkultur (eh...Reinkultur). Die Männer stehen an der Bar bei einem kleinen Café und kontrollieren die Tipscheine, während das Pferderennen läuft - es ist Mittagspause. Schön, das beobachten zu können. Ich mit meinem Stahlesel wurde mit einem Kopfnicken zur Kenntnis genommen. Da hätte wohl auch ein UFO landen können und es gäbe keine andere Reaktion.
Gut in der Zeit, aber relativ ausgepowert komme ich am Ziel an. Schwere Beine, die nun mal hochgelagert werden wollen. Mehr morgen wieder, wenn ihr mögt.

Day 4
Quiet common in Hostels is the fact, that you meet your roommates often first the next morning. That's exactly what happend this morning. However, the people I met were very interesting. There was the real Jacob, who's actually called David and is coming from Wangen (Allgäu, Germany). Yes, that's where he's coming from on his travels - by foot! The name Jacob reffering to the Jacobs Way (you know it as the way of st. James) would fit very good (or James even better, but I started to call it Jacobs way so I stay with Jacob). Long story made short: He's on his way to Santiago de Compostela from his Hometown Wangen (Germany) by foot. He's a quiet, but very nice person who's open to people and interrested in their stories too. And there were more stories. The other two guys in our room were from Belgium. Both very young and hungry for adventures. They were hitchhiking from home to Basel and told me the about their problems to reach Basel. Unfortunately short before Basel they were dropped of the car and the others ignored them for hours. As people from Belgium do, they celebrated the arrival with a few beers :)
Allright. After all this needed coffee. To much informations :). But fun. Then I packed my iron horse and left the place with a smile on my face. But, I was in Basel and had to go to France to follow the left riverside of the Rhine to my Destination. Not easy I tell you, if you have to find your way by byke in this corner of three countries. But you know, you can orientate you selve by listening to their language and looking their behavier. For me that's fascinating. A few feets after every border language and behavier are completely different. That's what borders do! Anyway, after a while and some help in Switzerlang, Germany and France I got the right way and followed the "Canal du Rhône au Rhin " (french people know how to irritate) to reach my destination. The channel was amazing. So peaceful in this nature reserve. I loved that part very much. Next was a couple of ghosttowns with absolutely no people but from one moment to the other a lot of rain. The rain turned out to be a exhaustive waterfall. I found a little bistrôt (with people inside) to bring myself in a dry place to warm up a little. That place had it all of the cliché. There were men at the bar nipping their little coffee-shots and controling the betting slip while on the TV the Horse Race results were showed. I like to watch scenes like that. When I arrived with my iron horse they took note with a little nod. I would say they would act exactly the same when aliens enter the place. After all this I reached Breisach (Germany), which is close to Brisach (France), but on the other side of the Rhine, where I found my bed. The legs heavy but the spirit alive :).